Kreml-Kulturhaus

Das Kreml-Kulturhaus Zollhaus/Hahnstätten im Aartal und wie man von Zement zur Kultur kommt.

Aus der Idee von wenigen Leuten, die sich für die Kultur im ländlichen Raum einsetzen wollten, ist das Kreml-Kulturhaus in Zollhaus/Hahnstätten geworden. Seit Dezember 1997 hat es in unmittelbarer Nachbarschaft zum Aartal-Radweg seine Tore geöffnet. Es gibt ein Kulturcafé mit Biergarten, Ausstellungsräume, ein Programmkino mit täglich wechselnden aktuellen wie klassischen Filmen, ein Forum für die verschiedensten Kultur- und Bildungsveranstaltungen und gleichzeitig eine Stätte für Tagungen und gesellschaftliche Ereignisse. Das Kino erhält seit Jahren Auszeichnungen für die Aufführung besonderer Filme. Durchschnittlich gibt es im Jahr 120 Filme zu sehen, davon 40 für Kinder. Monatlich wechselt die Bilderausstellung im 1. Stock. Im Hause wird auch gerne getanzt. Ob bei einer Veranstaltung oder beim Tango-Kurs..., es macht einfach Spaß hier zu sein. Dienstag bis Freitag gibt es im Cafe einen Mittagstisch für Groß und Klein und auf Wunsch Hausaufgabenbetreuung. Neuestes Projekt im MehrGenerationenHaus ist die Regionalakademie Aar, die im Januar 2011 gestartet ist. Neu ist auch die Beratung zur Bildungsprämie der Bundesregierung.

Das schöne alte Backsteinhaus war früher einmal das Verwaltungsgebäude des für Zollhaus bedeutendsten Betriebes. 1899 wurde von der Gewerkschaft Mirke das Zementwerk Zollhaus gegründet. Die Zementfabrik hat sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts segensreich für Zollhaus und Umgebung ausgewirkt. 350 Mitarbeiter waren beschäftigt.

Das Rohmaterial kam aus dem Kalksteinbruch bei Hohlenfels , das im Jahre 1926 mittels einer Drahtseilbahn von 5 km Länge zum Zementwerk gebracht wurde. Weiteres Rohmaterial liefert ein Tonschieferbruch in Burgschwalbach. Der Transport des Materials erfolgte mit Pferdewagen zum Zementwerk. 1926, als die neu erbaute Seilbahn gerade 6 Wochen ihren Dienst versehen hatte, wurde das Zementwerk stillgelegt. Bis auf die 5 Schornsteine und das Drehofengebäude wurde die Anlage abgebrochen. Später wurden auch die Schornsteine zu Fall gebracht.

Das Gebäude wurde auch lange Zeit als Getreidelager genutzt. Bis, ja bis zu dem Zeitpunkt, als im Jahre 1995 die Umbauarbeien für das Kreml-Kulturhaus begannen. Auf dem Außengelände tummeln sich die Kinder auf dem naturnahen Spiel- und Begegnungsraum. Sogar der Schliembach läuft wieder mitten durch das Gelände. Die Kinder des Kreml-Waldkindergartens haben hier ihre Anlaufstation, bevor sie für den Rest des Vormittags buchstäblich "im Wald" verschwinden.

Das Monatsprogramm mit allen Veranstaltungen wird zwischen Limburg und Wiesbaden verteilt. Im Internet ist es unter www.kreml-kulturhaus.de zu finden.
 

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